Kerze anzünden ...
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icon  Eintrag Nr. 3359 von Mama und Papa  vom 10.01.2019 um 20:59 Uhr icon

Unser Stern

Ich habe einmal die Geschichte gehört,
die sagt, dass es Menschen gibt,
die ursprünglich Sterne am Himmel waren,
die zu uns herunter gekommen sind,
um uns zu erleuchten.
Und wenn sie sterben,
gehen sie zurück in den Himmel
und leuchten uns von dort aus weiter.
Ich weiß nicht, ob diese Geschichte wahr ist,
aber wenn, dann bist DU einer dieser Sterne.
DU hast uns alle mit deiner Ausstrahlung erhellt,
hast in unsere aller Herzen geleuchtet.
DU warst wie die aufgehende Sonne am Morgen
Und wie der leuchtende Stern am Abend.
DU hast uns alle oft zum Lachen
und nur jetzt einmal zum Weinen gebracht.
Wir sind traurig,
denn wir hätten gern noch mehr Zeit mit DIR
verbracht.
Aber wir sind auch glücklich,
für die Zeit, die wir mit DIR verbringen durften.
Wir sind froh, DICH kennen gelernt zu haben,
und dass DU eine Weile unser Stern warst,
der uns geleuchtet hat.
Wir wollen nur ein kleines Stück so sein wie DU
und davon wieder einen kleinen Teil weitergeben,
damit jeder von uns einem anderem Menschen
ein wenig von dem geben kann,
was DU uns gegeben hast.
Ein kleines Stück DEINER Zuversicht,
dass es weitergeht,
ein kleines Stück DEINER Fröhlichkeit,
damit wir nicht so traurig sind,
ein kleines Stück DEINER Liebe,
um füreinander da zu sein,
ein kleines Stück DEINES Mutes
und ein keines Stück DEINER Kraft,
um diesen Kampf zu bestehen.
Aber wir müssen nicht wirklich traurig sein,
denn DU hast uns all das hinterlassen.
Wir müssen nicht wirklich Abschied nehmen,
denn DU bist immer bei uns:
Am Morgen, wenn die Sonne aufgeht und
am Abend, wenn die Sterne leuchten.

(Claudia Schiff)

icon  Eintrag Nr. 3358 von Mama und Papa  vom 08.01.2019 um 13:27 Uhr icon

Du bist mir nah
Du bist mir nahe,
auch wenn ich dich nicht sehe.
Du bist bei mir,
auch wenn du ganz wo anders bist.
Du bist in meinem Herzen,
in meiner Seele,
in meinem Leben,
immer.

(Marion Schmickler)

icon  Eintrag Nr. 3357 von Mama und Papa  vom 06.01.2019 um 11:15 Uhr icon

Weil es die Nacht im Himmel nicht gibt,
leuchtet dein Licht in meine dunkelste Finsternis...
(Petra Franziska Killinger)

icon  Eintrag Nr. 3356 von Mama und Papa  vom 05.01.2019 um 18:22 Uhr icon

Jedes Wort,
jeder Gedanke,
jeder Schritt ist mühevoll,
denn
jedes weitere Wort ist eines,
dass Dich nicht erreichen wird.
Jeder neue Gedanke ist einer,
den wir nicht mit Dir teilen können.
Jeder künftige Schritt ist einer,
den wir ohne Dich gehen müssen.

(Salka Friederichsen)

icon  Eintrag Nr. 3355 von Mama und Papa  vom 04.01.2019 um 20:09 Uhr icon

Traum

Ich schenk Dir
meinen Traum,
weil du in diesem bist.

Du bist der Traum,
Du bist mein Ein,
Du bist mein Alles,
Du bist die Nacht,
Du bist der Morgen,
bist
Nähe,
Ferne,
Sehnen,
Liebe,
Glück
und Traurigkeit,
bist Wenn
und Aber
und Dennoch,
bist
Antrieb,
Bremse,
Motor,
Feder,
machst federleicht,
machst schwebend,
machst bodenlos
und schwer.

Ich schenk Dir diesen Traum,
weil er mir alles ist,
und er ist ich
und er ist Du -
nun ist er Dein -
ich bin traumlos
im Erwachen -
Du bist fern,
ich bin allein.


© Annette Gonserowski

icon  Eintrag Nr. 3354 von Mama und Papa  vom 03.01.2019 um 20:21 Uhr icon

DIE BRÜCKE, DIE UNS BEIDE TRÄGT

Du bist nach nebenan gegangen,
wo sich, mir noch ganz unvertraut,
novemberlich und mild verhangen,
dein neues Dasein Träume baut,

die sich mit meinem Sein verweben.
Ich fühle, du bist immer da.
Fast kann ich dir die Hände geben,
so sehr kommst du mir manchmal nah.

Mir ist erlaubt, mit dir zu sprechen,
doch bleibt dein Mund stets unbewegt,
als könnte Lautes sie zerbrechen,
die Brücke, die uns beide trägt.

Die hieltest nichts von Schmerz und Tränen.
Wie Seide wirkt sich Heiterkeit
durch meine schwarzen Trauersträhnen.
Mein Weg zu dir ist nicht mehr weit.

Du bist nur wie ein Hauch, ein Wehen,
getrennt von mir durch jene Tür.
Ich weiß, dir kann nichts mehr geschehen
und atme ruhig, nah bei dir.

© Waltraud Puzicha

icon  Eintrag Nr. 3353 von Mama und Papa  vom 26.12.2018 um 10:12 Uhr icon

Wenn nichts als Sehnsucht bleibt

In einer Zeit, die von der begnadeten Geburt eines Kindes erzählt,
wiegt die Trauer um verstorbene Töchter und Söhne doppelt schwer.
In einer Zeit, die nichts als Hoffnung verspricht, tastet sich
der ungelöschte Seelenschmerz durch lichtlose Räume.
In einer Zeit, die Sehnsuchtsträume weckt, verliert sich
die Erinnerung in einer anderen Wirklichkeit.
In einer Zeit, die auch das Dunkel birgt, steht jede entzündete
Kerze für ein erloschenes Lebenslicht.
In einer Zeit, die dem Klang der Liebe folgt, haben Weihnachtslieder
für Trauernde eine ganz andere Bedeutung.

© Ute Leser

icon  Eintrag Nr. 3352 von Mama und Papa  vom 24.12.2018 um 09:24 Uhr icon

Ich habe aufgehört, die Sternschnuppen
und ihre glühenden Versprechen
über meinen Wegen zu zählen.
Allein zu wissen, dass Du irgendwo
mir nahe Deine Bahnen ziehst,
spricht Licht genug auch mitten hinein
ins tiefste Dunkel meiner Nächte.

© Isabella Schneider

icon  Eintrag Nr. 3351 von Mama und Papa  vom 24.12.2018 um 09:18 Uhr icon

Denk ich an das Weihnachtsglück,
verschleiern Tränen meinen Blick!
Das Weihnachtsfest ist wieder da!
Einst war der Himmel mir so nah,
als das Glöckchen hell erschallte,
der Baum im Kerzenlicht erstrahlte!
Stille Nacht, das Lied erklang,
ob im Rundfunk, ob Gesang!
Päckchen lagen unterm Baum
erfüllet wurde mancher Traum!

Denk ich an dieses Glück zurück,
verschleiern Tränen meinen Blick!
Du kannst nicht mehr das
Bäumchen schmücken,
mich nicht umarmen, herzen, drücken!
Christbaumkerzen nicht entzünden,
auch nicht ein frohes Fest verkünden!

Ich kann Dir nur mehr Blumen schenken,
und in Stille Dir gedenken,
im flackernd matten Kerzenschein
feire ich Weihnacht - mit mir allein.
Ich kann es heute noch nicht fassen!
Dein Tod hat Lücken hinterlassen.
Das Jahr es geht dem Ende zu,
noch immer find ich keine Ruh!
Obwohl schon so viel Zeit vergangen,
bin ich im Schmerz und Leid gefangen.

(Verfasser mir unbekannt)


Wie können wir jemals verkraften, wie können wir jemals wieder leben lernen,
wie können wir erwarten, dass uns andere Menschen verstehen - das können wir alles nicht.
Wir leben mit dem Schmerz, der Sehnsucht und der unendlichen Leere -
die Du uns hinterlassen hast.

icon  Eintrag Nr. 3350 von Mama und Papa  vom 20.12.2018 um 16:48 Uhr icon

"Engel am Fenster - ich sehe Dich.
Bringst Du mir Grüße?
Siehst Du auch mich?
Kommst Du von ihnen?
Weißt, wies ihnen geht?
Auf welchem Stern
ihr Zuhause jetzt steht?
Sind sie in Frieden
mit sich und der Welt?
Gibst Du mir Trost
in ein Herz, das zerfällt?
Engel am Fenster -
bring ein Licht in die Nacht.
Bitte zeig mir den Stern,
der jetzt über sie wacht.

(© Marianne)

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