Kerze anzünden ...
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Kommentar:

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icon  Eintrag Nr. 4117 von Mama und Papa  vom 16.05.2021 um 08:55 Uhr icon

Auf den Flügeln des Windes..
Flieg nur, flieg fort,
auf den Flügeln des Windes,
unbeschwert und leicht.
Nichts was dich hält,
nichts, was dich noch erreicht.

Grüße uns den Mond
und die Sterne,
winke mit leichter Hand,
lass deine Seele schweben,
dort, im weiten Land.

Finde deine Ruhe,
wie eine Feder, ganz leicht,
dort in unendlicher Ferne,
die bis zur Ewigkeit reicht.
( Petra Elvira Schulte )

icon  Eintrag Nr. 4116 von Mama und Papa  vom 15.05.2021 um 08:38 Uhr icon

Es gibt Menschen, die wir in der Erde
begraben, aber andere, die wir besonders zärtlich
lieben, sind in unser Herz gebettet.
( Honoré de Balzac )

icon  Eintrag Nr. 4115 von Mama und Papa  vom 14.05.2021 um 08:07 Uhr icon

Trauer ist die Brücke zur Liebe, die in der Erinnerung
zu etwas Kostbarem und Ewigem wird.

(© Monika Minder)

icon  Eintrag Nr. 4114 von Mama und Papa  vom 13.05.2021 um 09:51 Uhr icon

Wenn es gelingt

die Trauer
zu tauchen
ins Lächeln

wenn es gelingt

die Trauer
zu locken
ins Licht

wenn es gelingt

die Trauer
zu verwandeln
in Leben

was
wenn es gelingt

(A. Schnitt)

icon  Eintrag Nr. 4113 von Mama und Papa  vom 12.05.2021 um 06:44 Uhr icon

Irgendwann werde ich mich dem Himmel zuwenden,
ღ«❀ meine Augen schließen und wissen,
ღ«❀ ich habe alles erduldet, alles zugelassen,
ღ«❀ habe alles getan und gegeben,
ღ«❀ ich war traurig, aber auch mutig,
ღ«❀ verschlossen und aufmerksam,
ღ«❀ habe gesucht und gefunden,
ღ«❀ nicht alles, aber vieles,
ღ«❀ habe gekämpft und gerungen,
ღ«❀ geliebt, gelitten und neu vertraut.

ღ«❀ Irgendwann werde ich mich dem Himmel zuwenden,
ღ«❀ meine Augen schließen und wissen,
ღ«❀ ich habe alles getan, um dir zu begegnen.
ღ«❀ Und nun bin ich da!

ღ«❀ Petra Franziska Killinger

icon  Eintrag Nr. 4112 von Mama und Papa  vom 11.05.2021 um 06:13 Uhr icon

Weder die untergehende Sonne
noch das verwehende Blatt.

Weder die fallende Rose
noch die ruhende Feder.

Weder die Spuren im Sand
noch das geschlossene Buch.

Beschreiben die Traurigkeit
die das Herz durchdringt,
wenn die Seele Abschied nimmt.

( Petra Franziska Killinger )

icon  Eintrag Nr. 4111 von Mama und Papa  vom 10.05.2021 um 06:26 Uhr icon

Wir haben es heute besonders schwer,
Zeiten der Trauer durchzustehen. Täglich hören wir,
was irgendwo auf der Welt an Unglück geschieht,
was an Leid und Elend erlitten wird,
und wir schützen uns davor dadurch,
daß wir alles schnell wieder vergessen.

So erwarten wir es auch von den Trauernden,
und sie selbst entschuldigen sich,
daß es ihnen nach vier Wochen
noch immer nicht besser geht.
Die Freunde reden nicht mehr darüber.
Nicht daran rühren, sagen sie.

Aber ich wünschte im Gegenteil, wir fänden Worte,
über den Weggegangenen zu reden,
über all die langen Jahre der Freundschaft,
der Liebe und des Glücks, die vergangen sind
und doch noch so nah gegenwärtig.

Ich will dir sagen, was dir hilft:

Weinen, weil du verlassen bist, denn du bist es.
Weil dir kalt ist. Es ist wirklich kalt.
Weil dir das Weh das Herz zusammenzieht,
mehr, als irgendeiner von uns ermisst.
Du brauchst nicht unter der Eisdecke zu leben.

Schreie, auch wenn es jemand hört.
Ich verstehe es, wenn du zornig bist
über das Unrecht, das dich getroffen hat.
Wenn du wütend bist auch auf Gott,
der das zugelassen oder gar gewollt hat.
Auch Hiob klagte Gott mit harten Worten an.

Verstummen, wenn du das Gefühl hast,
der andere könne dich nicht verstehen.
Wenn du zu müde bist, zu reden,
oder wenn du dich , auf eine seltsame
und grausame Weise, schuldig fühlst.

Eines Tages wird es nicht mehr so wichtig sein,
zu weinen oder zu schreien. Aber jetzt ist es gut
Und jetzt soll es dir niemand verwehren.

~ Jörg Zink ~

icon  Eintrag Nr. 4110 von Mama und Papa  vom 09.05.2021 um 08:55 Uhr icon

Innig haben wir dich geliebt.
Doch sprachlos ist unsere Liebe gewesen
und in Schleier gehüllt.
Jetzt aber schreit sie laut auf zu dir
und möchte unverschleiert vor dir stehen.
Denn stets ist es so,
dass die Liebe ihre eigene Tiefe nicht kennt –
bis zur Stunde der Trennung.
( Khalil Gibran )

icon  Eintrag Nr. 4109 von Mama und Papa  vom 08.05.2021 um 08:25 Uhr icon

Das Blatt...

Mit roten Rosen in der Hand,
laufe ich durchs Friedhofstor...
Die Wege sind mir lang bekannt,
weil ich das Liebste hier verlor.

Nun steh ich vor dem kalten Stein
und lese traurig deinen Namen,
Blumen, Engel, Kerzenschein,
dein Bild in einem schwarzen Rahmen.

Ich weine, komme nicht zur Ruh,
Tränen... wie an jedem Tag,
dunkle Erde deckt dich zu...
Gedanken, die ich gar nicht mag.

Auf der kleinen Bank am Baum,
sitz ich frierend, nah bei dir...
Vielleicht ists nur ein schöner Traum,
ich höre deine Stimme hier...

Leise sprichst du mir ins Ohr-
komm, lass uns nach Hause gehn,
steh nun auf, ich fliege vor,
du musst nur nach den Blättern sehn.

Suche dir das Schönste aus
und glaube einfach fest daran,
der Wind, er trägt mich hoch hinaus,
ich komme lange vor dir an.

Im Grabe dort, ich schwöre dir,
auch wenn die Trauer anders spricht,
ist nur ein kleiner Teil von mir,
ich hingegen bin im Licht.

Und Licht ist wahrlich überall,
doch das weißt du sicherlich,
sieh wie ich zur Erde fall,
hier und heut als Blatt für dich.

Schon morgen wirds was andres sein,
such mich einfach im Moment,
schau nicht länger auf den Stein,
nur weil er meinen Namen nennt.

Der Wind bläst sanft die Kerzen aus,
das Blatt fliegt übers Friedhofstor...
Fürwahr...es kennt den Weg nach Haus
und steigt im Abendlicht empor...
D. Kirsche

icon  Eintrag Nr. 4108 von Mama und Papa  vom 07.05.2021 um 06:52 Uhr icon

Schöpfer des Lebens,
wenn ein Mensch
zu Dir zurückkehrt,
nach der Reise durchs Leben
seine Tage und Jahre lang,
dann bringt er Dir
kostbare Geschenke mit.


Er bringt das Lachen
seiner Kinder
alle Blüten der Blumen,
die er gepflanzt hat.
Er bringt die Melodien
der Lieder,
die seine Seele berührt haben
und viele, viele Stücke
von Freundschaft und Liebe.


Er bringt aber auch
Geschenke, die nicht ganz
fertig geworden sind,
wie auch in unserem Leben
manches noch offen ist.


Wir lassen ihn nicht gerne
zu Dir gehen, doch wir wissen,
dass Du unseren Schmerz
in Dankbarkeit
verwandeln wirst
jeden Tag
ein kleines Stück.


© Elisabeth Ziegler-Duregger